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AS-Interface

AS-Interface (Abkürzung für Aktuator/Sensor-Interface) ist ein international anerkannter Standard für die Feldbuskommunikation und Weltmarktführer auf der Sensor/Aktuator-Ebene mit mittlerweile über 16 Millionen installierten Knoten.

Das einfache Verdrahtungssystem besteht aus vier Komponenten: dem AS-i Master, einem AS-i Netzteil, dem gelben AS-i Kabel und den AS-i Slaves. Die Sensoren und Aktuatoren werden per Pircingtechnik direkt an das AS-i Kabel angeschlossen. Dabei handelt es sich um eine zweiadrige, ungeschirmte Leitung, über die sowohl die Energie wie auch die Funktions- und Sicherheitssignale übertragen werden. Eine aufwändige Parallelverdrahtung ist damit überflüssig. Der AS-i Master organisiert den Datenverkehr im Netzwerk und stellt als Gateway die Verbindung zwischen dem AS-i Kreis und der übergeordneten Steuerung her. Er wird vom übergeordneten Feldbus dabei wie ein Slave behandelt. Die Einbindung eines AS-i Netzes in ein vorhandenes Feldbus- oder Ethernet-System ist damit nicht komplizierter als die Integration eines Standardslaves.

AS-Interface bietet für den Anwender folgende Vorteile:


Sicherheitstechnik mit AS-i Safety at Work

Sicherheitstechnische Aspekte spielen in immer mehr Automatisierungslösungen eine wichtige Rolle – vor allem dort, wo die Sicherheit von Personen durch gefährliche Bewegungen betroffen ist. Vorgaben dazu finden sich etwa in der Maschinenrichtlinie der EU (Richtlinie 2006/42/EG) oder in den Arbeitsschutzbestimmungen der jeweiligen Länder.

Mit dem Safety at Work-Konzept von AS-Interface ist es gelungen, auch sicherheitstechnische Komponenten – sichere Sensoren und Aktuatoren sowie Sicherheitsmonitore – nahtlos in fast alle gängigen Automatisierungssysteme zu integrieren. Der Vorteil von AS-i Safety at Work im Vergleich zu konventionellen Sicherheitslösungen besteht darin, dass sichere und nicht-sichere Signale auf ein und derselben Leitung übertragen werden können. Die bisher nötige doppelte Infrastruktur wird damit genauso überflüssig wie alle Kosten, die mit der aufwändigen Einzelverdrahtung verbunden waren.

Die sicheren AS-i Komponenten können dabei genauso wie jeder Standardslave an einer beliebigen Stelle des AS-i Netzwerks eingesetzt und ohne Einschränkung zusammen mit Standard-AS-i-Komponenten verwendet werden. Vom AS-i Master werden die Safety-Komponenten ebenfalls wie ganz normale AS-i Slaves behandelt. Untereinander stehen sichere Sensoren, sichere Aktuatoren und der Sicherheitsmonitor aber in einer besonderen Kommunikationsverbindung.

Zugelassen ist AS-i Safety at Work für Anwendungen, die Sicherheitsanforderungen SIL3 nach IEC (EN) 61 508 oder PLe nach EN ISO 13 849-1:2006 erfordern.


Auftragsentwicklung

Neben ihrem umfangreichen Produktsortiment bietet die Bihl+Wiedemann GmbH ihren Kunden auch individuelle Hardware- und Softwarelösungen im Bereich der Automatisierungstechnik – von der ersten Idee über die Produktentwicklung bis zur Serienfertigung oder selektiv in allen Zwischenstadien.